Sonntag, 14. Oktober 2018

Irisretraktor aus Polypropylen

Neuer Artikel bei beval-med medizintechnik: Irisretraktoren erweitern kleine oder unvollständig erweiterte Pupillen und erlauben eine uneingeschränkte Sicht z.B. während der Katarakt- OP. Der Irisretraktor ist durch  einen 0,5 mm weiten, selbst abdichtenden Schnitt im Limbus implantierbar.1 Box enthält 5 Stück Einwegretraktoren ( = 1 Set).


Montag, 23. Juli 2018

Medizinprodukteverordnung: Beschlüsse der Wirtschaftsministerkonferenz

St. Wendel, 23.07.2018: Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut verwies bei der Wirtschaftsministerkonferenz (WMK) am 28. Juni 2018 im Saarland wegen der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) auf die Gefahr eines Firmensterbens bei kleinen und mittelständischen Medizintechnik-Unternehmen (KMU), berichtet MTD-Instant in seiner Ausgabe 28/2018. Grund sei der erhebliche finanzielle und personelle Mehraufwand, von dem auch die Überwachungsbehörden betroffen seien.

Die WMK fasste folgende Beschlüsse: Insbesondere wegen der KMU sollte sich die Bundesregierung aktiv in den Prozess der Weiterentwicklung des Rechtsrahmens durch die EU-Kommission einbringen. Dazu gehörten eine Verlängerung der geltenden Übergangsfristen für die MDR und die IVDR (Mai 2020 bzw. Mai 2022) sowie eine deutliche Reduzierung der Anforderungen bei der Neuzertifizierung bewährter Bestandsprodukte. Auf nationaler Ebene sollten keine zusätzlichen Verschärfungen bei der Implementierung der MDR vorgenommen werden und kritisch geprüft werden, inwiefern die Rechtsakte von KMU auch umgesetzt werden können. Zudem sollte der Strategieprozess Medizintechnik dabei unterstützen, Infrastruktur und personelle Ressourcen für klinische Studien zu entwickeln sowie das Methodenspektrum bei klinischen Studien zu erweitern. Beschlüsse der WMK: bit.ly/2KPCAJS.

Dienstag, 26. Dezember 2017

Montag, 25. September 2017

AMD: Prophylaxe durch Braunalgen ?


Braunalgen aus der Ostsee enthalten eine Viel­zahl bioaktiver Inhaltsstoffe, zum Beispiel Fucoidane. Wie lassen sich diese für die Medizin und Kosmetik der Zukunft nutzen?

Meeresalgen (PeeF  / pixelio.de)
Diese Frage steht im Zen­trum des deutsch-däni­schen Projektes „Fuco-San - Gesundheit aus dem Meer" unter der Federführung von Prof. Dr. Alexa Klettner, Labor­leiterin in der Klinik für Ophthalmologie des Uni­versitätsklinikums Schles­wig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, und der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Be­reits seit Längerem forschen die Ophthalmologen an VEGF-Hemmern, die zur Behandlung der AMD verwen­det werden. Durch Zufall entdeckten sie, dass auch Fucoidan in der Lage ist, den VEGF-Gehalt in den Zellen des Auges zu vermindern. Das war der Anlass, die Eigen­schaften von Fucoidanen weiter zu untersuchen. 


Der Forschungsansatz wird nun als grenzüberschrei­tendes Projekt von der Europäischen Union mit einer Gesamtsumme von 2,2 Millionen Euro bis Februar 2020 gefördert. Neben der Kieler Universitäts-Augenklinik haben Dr. Levent Piker (Coastal Research and Manage­ment/CRM) und Prof. Susanne Alban (Pharmazeutisches Institut der CAU) dieses Projekt initiiert, an dem noch weitere Partner mitarbeiten. Im Rahmen des Projektes soll vor allem eine Nutzung in den Bereichen Augenheil­kunde, regenerative Medizin und Kosmetik untersucht und entwickelt werden. 

In der Augenheilkunde ist die Entwicklung von Medikamenten aus Fucoidanen denk­bar, die vorbeugend gegen eine AMD wirken könnten. An der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des UKSH und am Universitätsklinikum Odense in Dänemark werden die mögliche Verwendung von Fucoidanen bei Ansätzen des Tissue Engineerings und Mechanismen der Knochenheilung erforscht. Auch in der Kosmetik könnten die neuen biologischen Inhaltsstoffe zur Anwendung kommen, z.B. gegen Hautalterung.


(Quelle: UKSH, zitiert nach "Concept Ophthalmologie 7/2017)





93 Prozent der MedTech-Unternehmen sind kleine und mittelständische Unternehmen


Der Großteil der Medizintechnikfirmen in Deutschland sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs). 93 Prozent von ihnen haben weniger als 250 Mitarbeiter bzw. weniger als 50 Millionen Euro Umsatz im Jahr, berichten Spectaris und das Statistische Bundesamt.

Donnerstag, 24. August 2017

Stiftung Auge fordert mehr Prävention für Arme


Armut im Kindesalter kann eine gesunde Entwicklung des Sehver­mögens gefährden. Das belegen Studien und die Ergebnisse von Schuleingangsuntersuchungen. So leiden Kinder aus sozial be­nachteiligten Familien häufiger an Sehschwäche oder Schielen und fallen beim Sehtest öfter durch als Kinder aus wohlhaben­deren Familien. Die Stiftung Auge fordert in diesem Zusammenhang mehr Aufklärungs- und Präventi­onsmaßnahmen. „Entscheidend ist, dass die am Entwicklungs-prozess des Kindes unmittelbar beteiligten Personen wie Eltern, Lehrer oder Erzieher über mögli­che Anzeichen von Augenerkran­kungen bei Kindern aufgeklärt sind", so Prof. Dr. Frank Holz, Vor­sitzender der Stiftung Auge.

Wie sehr Armut die gesundheit­liche Entwicklung beeinflusst, belegen z.B. Schuleingangsun­tersuchungen an 4802 Kindern, die zwischen 2010 und 2013 in Mülheim an der Ruhr (NRW) eingeschult wurden. Die Auto­ren definierten Armut hier über den Bezug von Arbeitslosengeld II. Im Ergebnis zeigte die Studie, dass 25 Prozent der armen Kin­der Probleme mit der sogenann­ten Visuomotorik hatten, also der Fähigkeit, das Sehen mit den eigenen Bewegungen zu koor­dinieren - bei Kindern aus besse­ren Verhältnissen lag der Anteil lediglich bei 11 Prozent. Zudem nehmen arme Kinder seltener an der Früherkennungsuntersu­chung U8 teil und sind weniger in Sportvereinen aktiv.




Beide Faktoren - körperliche Be­wegung sowie Vorsorgeuntersu­chungen in den ersten Monaten und Lebensjahren - haben di­rekten Einfluss auf die Sehfähig­keit. So kann Aktivität in einem Sportverein nachweislich das Risiko etwa für eine auffällige Visuomotorik senken. Zudem bilden sich wichtige Fähigkeiten wie Hören und Sehen bereits in der frühen Kindheit aus. „Ent­wicklungsrückstände können im weiteren Lebensverlauf oft nur unter erheblichen Anstrengun­gen wieder aufgeholt werden", erklärt Holz, der die Universi­täts-Augenklinik in Bonn leitet. „Es ist daher wichtig, soziale Be­nachteiligungen durch präventi­ve Maßnahmen auszugleichen."

Quelle: Stiftung Auge



Sonntag, 13. August 2017

Roboter sticht ins Auge

Regelmäßige Spritzen in das Auge benötigen Patienten mit einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Diese Spritzen müssen bislang von speziali­sierten Ärzten verabreicht wer­den.

Lisa Spreckelmeyer  / pixelio.de
Durch eine neue Ent­wicklung eines Start-ups namens Ophthorobotics an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich/Lausanne (ETH) könnte diese Aufgabe künftig auch ein Roboter übernehmen und so eventuell sogar die Sicherheit für die Patien­ten erhöhen.

"Unser Roboter wird der erste sein, der für Augeninjektionen eingesetzt werden kann", sagt Franziska Ullrich, Maschinenbauingenieurin an der ETH und Start-up-CEO. Der Roboter wird als mobiles Gerät über den Kopf des Patienten platziert. Er erstellt mit zwei Kameras ein 3D-Bild des Auges. Dann berechnet der Computer die Einstichstelle und positioniert selbständig die Injektionsnadel. Der Arzt kann überwacht den Prozess in Echtzeit per Bildschirm.

(aus einer Information der Zeitschrift Elektrotechnik, 99., Heft 7/8 2017, Verlag Vogel Business Media Würzburg)